TANZ Bremen bewegt sich auf Rekordniveau
Mehr als 7000 Besucher beim internationalen Tanzfestival

Bremen, 25.3.2012  Mit einer äußerst positiven Bilanz endete das zehntägige internationale Festival TANZ Bremen 2012. Vom 16. bis 25. März sahen die Zuschauer ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Programm, das mit renommierten Choreographen, internationalem Nachwuchs und regionalen Tanzschaffenden die große Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes zeigte.

Zwölf internationale Gastspiele und 22 Choreografien aus der Region gaben einen spannenden Einblick in aktuelle Tendenzen und Strömungen dieser Kunstform. Die 34 Tanzproduktionen beinhalteten eine Europapremiere, eine Deutschlandpremiere sowie mehrere große und kleine Uraufführungen. Neben den herausragenden Gastspielen reichte das Formenspektrum von Community Dance über Outdoor-Aufführungen bis hin zu einer 88 Stunden Performance.

Der große Zuspruch der Bremerinnen und Bremer zum diesjährigen Programm übertraf alle Erwartungen. Bereits der Vorverkauf wurde intensiver genutzt als je zuvor und fast alle Veranstaltungen des Festivals waren komplett aus- verkauft. Mit dem Rekordbesuch von mehr als 7.000 Besuchern waren die Vorstellungen zu 96 Prozent ausgelastet.

TANZ Bremen 2012 begann mit einem starken Auftaktwochenende. Das gefeierte Eröffnungsgastspiel "Wonderland" von Gallim Dance, das zum ersten Mal in Europa zu sehen war, wurde kontrastiert mit dem spektakulären Auftritt der Compagnie von Dave St. Pierre, den Aufführungen internationaler New- comer und Produktionen von Bremer Choreographen. Zu Gast waren unter anderem Künstler aus den USA, Kanada, Frankreich, den Niederlanden, Israel, Ungarn und Belgien. Beim Publikum stieß diese Vielfalt der Tanzsprachen auf reges Interesse und sorgte für einen intensiven Austausch über die gesehenen Produktionen.

Die Festivalleitung zeigt sich hochzufrieden. TANZ Bremen 2012 wurde mit viel Enthusiasmus und großer Risikobereitschaft verfolgt. „Das Publikum unter- stützt uns dabei, in Bremen immer wieder künstlerische Wagnisse einzugehen und neueste Trends und Entwicklungen der internationalen Tanzszene zu zeigen", bilanzieren die Festivalleiter Sabine Gehm und Honne Dohrmann.

Neben den Tanzproduktionen selbst ergänzte ein ausführliches Rahmen- programm mit Trainings, Publikumsgesprächen, Ausstellungen und Filmen das Festival. Durch zahlreiche Kooperationen mit den verschiedensten Kultur- einrichtungen der Hansestadt wie der Kunsthalle Bremen, dem Museum Weserburg, der Dokumentationsstätte des Gefangenenhauses Ostertorwache oder dem City 46 war der zeitgenössische Tanz während des Festivalzeitraums in der ganzen Stadt präsent. Das vom Künstler Robert van de Laar gestalteten Festivalzentrum galerie mitte im KUBO hat sich als lebendiger Treffpunkt von Künstlern und Publikum etabliert.

TANZ Bremen hat sich seit seiner Gründung im Jahre 1988 zu einem der wichtigsten Festivals für zeitgenössischen Tanz in Deutschland entwickelt, das in zunehmendem Maße von nationalen und internationalen Fachbesuchern besucht wird. Für Bremen ist es zu einem renommierten Aushängeschild und einem der wichtigsten wiederkehrenden Kulturevents geworden. Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz kündigte denn auch in ihrer Eröffnungsrede ihre weitere Unterstützung für das Festival an.